Need some inspiration?

Verstrickt!

Januar 2010: 79,89 kg, 1219 skeins (im ravelry stash)

Februar 2010: 77,08 kg, 1165 Knäuel

März 2010: 69,96 kg, 1133 Knäuel

What's inside...

Dabei habe ich vor ein...
Dabei habe ich vor ein paar Tagen erst meine Kollegin...
knittink (Gast) - 21. Mrz, 15:37
Perlen aus dem Buchhändleralltag...
Eine Dame wollte "den Paten von Putzi" - das fand ich...
Lakeside - 17. Mrz, 15:09
Ravelympics
Die ravelympics sind ja jetzt schon wieder ein paar...
Lakeside - 14. Mrz, 19:44
Hätteste mich gefragt...
Hätteste mich gefragt - so ein Regalwobbler-Produzent...
Doro (Gast) - 10. Mrz, 18:09
Perlen aus dem Buchhändleralltag...
Gestern bekam ich ein Deko-Paket für einen neuerschienenen...
Lakeside - 10. Mrz, 14:18

Perlen aus dem Buchhändleralltag

Mittwoch, 17. März 2010

Perlen aus dem Buchhändleralltag 37

Eine Dame wollte "den Paten von Putzi" - das fand ich sehr putzig!

Und hier eine Fortsetzung der frierenden Ohren aus Nr. 35:
Kommt eine junge Frau und fragt:
Kann man sich hier irgendwo hinsetzen und ein Buch lesen?
Ja, wir haben unten eine Sitzgruppe.
Ich habe aber mein eigenes Buch mitgebracht.
Moment, Sie wollen ihr eigenes Buch hier lesen.
Ja!
Aber wir sind eine Buchhandlung. Wir verkaufen Bücher, da macht es sich nicht so gut, wenn jeder sein eigenes Buch mitbringt.
Und wo kann ich mein Buch lesen?
Vielleicht im Cafe oder in einer Bibliothek?
Ach so, schade!

Fortsetzung: Ich erzähle meinen Kolleginnen davon, woraufhin eine meint: Ach die schon wieder?! Die hat doch erst letzte Woche fast zwei Stunden auf dem Sofa gesessen und ihr Buch gelesen.
Okaaay, ich glaube ich muss den Zusammenhang zwischen Dienstleistung, Service und Handel noch mal ganz neu überdenken. Vor allem, weil gestern auch mal wieder jemand nachgefragt hat, ob man bei uns keine Bücher ausleihen kann.

Aber jetzt: der Freud'sche Versprecher des Tages, nein des Monats, des Jahres!

Wo haben Sie denn die Boch- und Kackbücher?

Da konnte ich mich dann auch echt nicht mehr halten!

Mittwoch, 10. März 2010

Perlen aus dem Buchhändleralltag 36

Gestern bekam ich ein Deko-Paket für einen neuerschienenen Krimi, dabei eine Anleitung zum Zusammenbauen, überschrieben mit "Den Wobbler bitte rechts oben am Aufsteller befestigen."
Den bitte was???
Rückfrage bei den Kolleginnen ergab einhelliges Kopfschütteln - nie gehört?! Immerhin hat der Wobbler für einiges spontane Gelächter gesorgt.

Aber schließlich half doch wie so oft das Internet: Wikipedia informierte uns, dass ein Wobbler ein künstlicher Köder [ist], der für das Angeln von Raubfischen verwendet wird und das erste Mal von Sir Max Bloomerich im Jahr 1884 hergestellt wurde. Der Köder führt beim Einholen taumelnde Bewegungen aus und soll einen kranken, geschwächten Fisch imitieren. Für den Erfolg entscheidend ist hier auch die richtige Führung des Kunstköders. Eine besondere Form der Wobbler stellen Popper dar.
Kunden als Raubfische?
Popper????

Und dann stellte sich mal wieder raus, dass wir hier in unserem kleinen Laden doch hoffnungslos hinter dem Mond leben. Gibt es doch tatsächlich Firmen, die ihr ganzes Schaffen den "Regalwobblern" gewidmet und ihnen entsprechende Internetauftritte gewidmet haben.

Man lernt doch nie aus!

Donnerstag, 4. März 2010

Perlen aus dem Buchhändleralltag 35

Warum ich in die Buchhandlung meines Vertrauens gehe:

"Irgendwie muss man die Zeit ja totschlagen und daherin frierts einen wenigstens nit an die Ohren."

Montag, 22. Februar 2010

Perlen aus dem Buchhändleralltag 34

Ein wunderbares Verkaufsgespräch - oder wie kriege ich meinen Tag rum:

Wieviele Bücher, wo Schublade im Titel vorkommt, haben Sie?
Äh, Schublade?
Muss aber ein Taschenbuch sein.
Ja, ich schau dann mal im PC.
Also, ich habe hier eins gefunden.
Nein, das war es nicht, es muss blau sein und eine Frau mit einer Tasche ist drauf.
Wo haben Sie denn die Info her, oder haben Sie das Buch irgendwo gesehn?
Das war in einer Zeitschrift, mehr weiß ich auch nicht mehr. Ich weiß auch nicht, was drin steht

Als ich ihr da auch nicht weiterhelfen kann, geht es weiter:

Können Sie mir was anderes empfehlen, vielleicht was Tropisches?

Was Tropisches: Also schauen Sie mal das hier, das ist ziemlich neu.
Nee, nichts mit Indien, Inder interessieren mich nicht so.
Ich zeig ihr einen Roman über Malaysia.
Nein, nix mit Indien!
Afrika?
Nein, mit Afrika habe ich es auch nicht so.
Australien, Neuseeland?
Haben Sie nichts aus der Karibik? Da liest man im Moment doch so viel in der Zeitung.
Nein, einen Roman, der in der Karibik spielt, habe ich leider nicht.

Schließlich interessiert sich die junge Dame doch für einen Roman, der in Australien spielt - ich schöpfe Hoffnung! aber dann:
Das merk ich mir mal, im Moment habe ich ja noch was zu lesen.

Na, vielen Dank auch!

Donnerstag, 18. Februar 2010

Perlen aus dem Buchhändleralltag 33

Du merkst, dass du langsam alt wirst, wenn du ein Buch von Konstantin Wecker suchst und deine junge Kollegin fragt: "Konstantin Wecker? Wer'sn das?"

Du merkst, dass du schon lange im Beruf bist, wenn du aus der Angabe: "Ich such ein französisches Buch, das heißt lebusche und hat irgendwas mit Geburt zu tun", schließt, dass es sich nur um ein Buch von Frederik Leboyer handeln kann.

Du merkst, dass du mal wieder einen freien Tag brauchst, wenn du das Buch, das nach Angaben einer Kundin im letzten Monat links oben im Schaufenster gestanden hat, auch nach zwanzig Minuten noch nicht identifizieren kannst. Okay, vielleicht braucht auch die Kundin einen freien Tag, wenn das alles ist, was sie noch über das Buch weiß.


Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich leicht noch einen drauf legen kann:
Eine Dame, die gebrochen Deutsch spricht, möchte ein Buch von Jan Guillou. Habe ich - die Kreuzritterreihe. Nein, das sei nicht das richtige, das Buch, was sie meint, sehe anders aus. Ich frage sie nach dem Titel: Irgendwas mit "templier". Nachdem ich sämtliche Titel von Guillou im PC aufgerufen habe, weise ich sie darauf hin, dass das wohl die Templer seien, also doch die Kreuzritter. Nein, das Buch sehe anders aus. Ich frage, ob sie das Buch denn selbst habe. Ja, aber die bulgarische Ausgabe. Ich mache sie darauf aufmerksam, dass die bulgarische und die deutsche Ausgabe vermutlich nicht gleich aussehen. Ja, aber das Buch heiße irgendwas mit "templier" und nicht "Templer".
Und so tanzten wir weiter im Kreis rum und rum und rum .... bis ich ganz plötzlich Nasenbluten bekam und fluchtartig den Raum verließ.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Perlen aus dem Buchhändleralltag 32

Gerade kam ein junger Mann und wollte allen Ernstes eine Mischung aus Stieg Larsson und Vampirroman. Geht's noch?! Wir haben uns darauf geeinigt, dass er doch lieber von jedem eins nimmt.

Und nachdem ich jetzt zum wiederholten Mal von einer Dame gefragt worden bin, ob ich ihr einen erotischen Roman für ihren Gatten empfehlen kann (die Dame war dann ganz empört, als ich verneinte und meinte, sie solle doch selbst mal im Erotikregal gucken), hier die Antwort für alle:
Mädels, wollt ihr wirklich, dass ich eure Männer so gut kenne, dass mir auch ihre erotischen Präferenzen bekannt sind ?!

Mittwoch, 20. Januar 2010

Perlen aus dem Buchhändleralltag 31

Mal kurz was zum Schmunzeln zwischendurch:

Kommt eine Dame
"Ich brauche ein Buch mit fertigen Berichten für Ausbilder im Hochbau."
Mmh ja, da muss ich mal schauen, wo es so etwas gibt....und finde erwartungsgemäß nichts, weder bei den Großhändlern noch im Verzeichnis lieferbarer Bücher.
"Aber eine Anleitung, wie man Berichte für Ausbilder im Hochbau schreibt, die muss es doch geben."
Auf meinen Hinweis, dass sie es doch mal beim entsprechenden Berufsverband probieren soll, meint sie:
"Haben Sie da mal die Telefonnummer für mich?"
Und als ich damit leider auch nicht dienen kann, verläßt die Dame kopfschüttelnd vor sich hin schimpfend den Laden.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Perlen aus dem Buchhändleralltag 30

Die mitlesenden Buchhändler/Innen werden vermutlich bestätigen können, dass der meistgehörte Satz von Kundenseite in diesem Weihnachtsgeschäft lautete: "Gibt's das noch nicht als Taschenbuch?", dabei wahlweise einen der folgenden Titel hinhaltend:
-Frank Schätzing: Limit
-Dan Brown: Das verlorene Symbol
-Kobr/Klüpfel: Rauhnacht
-Meyer: Biss zum Abendrot

Für alle, die diese Frage immer mal ihrem Buchhändler stellen wollten, hier die Pauschalantwort: NEIN, gibt es noch nicht! Fragen Sie nächstes Jahr Weihnachten noch mal! (Na gut, "Biss zum Abendrot" kommt schon ein bißchen früher).
Übrigens werden bei uns schon Wetten angenommen, wieviele der obengenannten Titel (und wie viele Stieg Larssons) wir im Nachweihnachtsgeschäft umtauschen dürfen.

Heute kam ein Herr:
"I hätt gern den neuen Roman von dem Kluftiger. Hom sie sowos do?"
Das sind die Momente, wo die Buchhändlerin nur noch mit hysterischem Kichern reagieren kann.

Nun aber eine kurze Zusammenfassung der schönsten Erlebnisse der letzten Tage, ohne die das Weihnachtsgeschäft nur halb so lustig wäre:

Haben Sie zufällig auch Wecker?
Nein, tut mir leid, wir sind eine Buchhandlung.
Ja, ich weiß, aber wir dachten, wir fragen mal in allen Geschäften.

Ich hätte gern das Buch: "Wir sind dann auch mal weg" - und ihr dürft mal raten, welches Buch schon wieder gemeint war.

Dem Kunden, der mir mit der Frage "Haben Sie diese ISBN" einen Zettel unter die Nase hielt, habe ich noch schmunzelnd geantwortet, Nö, die ISBN nicht, aber vielleicht das Buch dazu.
Mit einem Tagesabreisskalender in Schweizerdeutsch konte ich allerdings nicht dienen.
Auf die Frage: "Kriegen Sie das heute nicht mehr?", konnte ich nachmittags um 16 Uhr nur noch mit Galgenhumor antworten: Soll ich es einfliegen lassen?!
Von einer Kollegin habe ich gehört, dass Sie einem Kunden mal auf eine ähnliche Frage geantwortet hat "Soll ich mal eben zum Großhändler nach Stuttgart fahren und es für Sie abholen", worauf der Kunde ernsthaft meinte "Ja, würden Sie das machen? - Da fiel ihr nix mehr ein.

Ich packe für eine Dame einen Stapel Bücher ein und sie notiert bei jedem Päckchen, was drin ist. Als ich ihr die Johnny Cash-Biographie ansage, schaut sie ein bißchen zweifelnd: "Der gehört doch schon zu den Rolling Stones, oder?" HIMMEL HILF!

Und jetzt stellt euch bitte den Tag vor Heiligabend in einer Buchhandlung vor (wenn ihr nicht sowieso in einer drin wart). Und dann stellt euch vor, dass die PCs nicht funktionieren. Fast den ganzen Tag lang. Nix nachschauen, nix bestellen, nix, nix ,nix. Der Server amüsiert sich prächtig, weil das natürlich vor Weihnachten viel mehr bringt und viel lustiger ist als an irgendeinem x-beliebigen Montagnachmittag unterm Jahr. So war das heute! Und deshalb bin ich jetzt gottfroh, dass es für mich ein Ende hat.
ICH BIN FERTIG! Das Weihnachtsgeschäft 2009 ist für mich beendet - es lebe das Nachweihnachtsgeschäft (für Buchhändler die zweitstärkste Zeit im Jahr)!

Aber bis dahin wünsche ich euch allen erst mal


glitter-graphics.com

und natürlich viele tolle Bücher und Schmuseknäuel unterm Baum!

P.S. Und noch einen ganz besonders lieben Gruß an Strickzicke und meine anderen KollegInnen, die morgen noch arbeiten müssen. Ich hoffe, ihr habt nur ganz nette und pflegeleichte Kunden!

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Perlen aus dem Buchhändleralltag 29

Heute abend haben wir bis 20 Uhr geöffnet, aber da die meisten potentiellen Kunden anscheinend lieber die Glühweinstände belagern als Bücherregale, kann ich euch mal eben ein paar Highlights der letzten Tage zum besten geben.
Fangen wir mit den harmlosen Fällen an:
Eine Kundin die hartnäckig 'Romanhistorie' verlangt, war mit unserem großen Regal voll historischer Romane nicht zufriedenzustellen; sie suchte wohl eher was in Heftchenform. Ein Herr fragt ganz energisch: "Wo haben sie Klima?!" Tja, wo haben wir Klima?!
Diverse Kunden möchten von mir Weihnachtsgeschichten empfohlen haben ("Haben Sie die nicht gelesen?") Einer Dame durfte ich eine ganze Erzählung vorlesen, damit sie "ein bißchen einen Eindruck" bekommt, na ja, das war sogar ganz amüsant.

Kommt ein Herr und fragt:
Wo gibts in Memmingen einen Brschop?
Einen was bitte?
Na einen Brschop! Kennen's das nicht?
Nein, tut mir leid, ich weiß im Moment nicht, was Sie meinen.
Na, da kann ma Bücher kaufen und so DVDs und CDs.
Ach so, meinen Sie vielleicht Weltbild oder Bertelsmann?
Nein, ich mein den Brschop! Versteh ich nicht, dass es den in Memmingen nicht gibt, in München gibt's einen.
*So langsam dämmert es mir*
Meinen Sie vielleicht so einen Laden vom Bayerischen Rundfunk?
Ja, sag i doch, einen Brschop!
Ach so, nein tut mir leid, den gibt es in Memmingen tatsächlich meines Wissens nicht.
Haben Sie denn wenigstens DVDs von Bob Ross?
Äh, wir führen leider gar keine DVDs.
Auch nicht von Bob Ross! Kennen's den auch nicht? Das ist doch ein weltberühmter Maler.
Okay jetzt habe ich komplett verloren! Dass ich noch nie was von dem weltberühmten Fernsehmaler Bob Ross gehört habe, entlarvt mich als komplette Ignorantin.
Der Mann verläßt kopfschüttelnd den Laden.

Ganz reizend war auch die Dame, die das Buch suchte: "Mit dem Auto nach Meran". Na wollt ihr mal raten, was gemeint war?

Und dann der Hammer des heutigen Tages:
"Ich hätte gern das Buch "Mehr" von xy."
Ich suche den Autor in der Bibliographie und finde auch ein paar Titel von ihm, allerdings keines mit dem Titel "Mehr".
Frage den Kunden, woher er denn den Titel hat und er antortet: "Das stand hinten in einem anderen Buch von ihm. Mehr vom gleichen Autor."

HERR MACH HOCH DIE TÜR UND LASS HIRN VOM HIMMEL RIESELN!!!

Die Lösung der Rätselfrage: "Wir haben gar kein Auto" von Jutta Speidel und Bruno Maccallini

P.S. Ich bin tatsächlich eine komplette Ignorantin: Auf Nachfrage kannten fast alle meine Kolleginnen Bob Ross!

P.P.S. Mein Liebster meint, die Mehr-Geschichte würde mir keiner abnehmen. Ich schwöre hoch und heilig, dass es wirklich genau so war!

Montag, 30. November 2009

Perlen aus dem Buchhändleralltag 28

Dank der lieben Karin, die mir eine Ausgabe von Gérard Otrembas "Die geheimen Aufzeichnungen des Buchhändlers" geschickt hat, hatten wir heute einen recht amüsanten Arbeitstag. Genau genommen hat immer mal wieder eine der Kolleginnen entweder kreischend aufgelacht oder mit der Hand vor dem Mund um Fassung gerungen, schließlich wollen wir die Kunden ja nicht vergraulen. Ich weiß nicht, ob Buchhandlungen per se besonders prädestiniert sind für slapstickhafte Situationen; jedenfalls kann man im Otremba jede beliebige Seite aufschlagen und biegt sich vor Lachen. Vielen Dank liebe Karin, so lässt sich das Weihnachtsgeschäft aushalten!

Meine eigenen Beispiele von heute:

Ich möchte ein Buch umtauschen.
Ja gern, kein Problem! Wissen Sie denn schon, was sie stattdessen mitnehmen möchten?
Ja, wissen Sie, da ist auf der Buchmesse so ein Buch vorgestellt worden, ein ganz ein dickes.
???
Mein Mann wollte den Titel noch aufschreiben.
??? Ist es denn ein gebundenes oder ein Taschenbuch gewesen?
Das weiß ich auch nicht mehr. Aber es ist auf der Buchmesse vorgestellt worden.
---------------------------------------
Ich suche ein Buch.
Ja??
So eins zum lesen. Ich schau dann mal...

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