Gerade kam ein junger Mann und wollte allen Ernstes eine Mischung aus Stieg Larsson und Vampirroman. Geht's noch?! Wir haben uns darauf geeinigt, dass er doch lieber von jedem eins nimmt.
Und nachdem ich jetzt zum wiederholten Mal von einer Dame gefragt worden bin, ob ich ihr einen erotischen Roman für ihren Gatten empfehlen kann (die Dame war dann ganz empört, als ich verneinte und meinte, sie solle doch selbst mal im Erotikregal gucken), hier die Antwort für alle:
Mädels, wollt ihr wirklich, dass ich eure Männer so gut kenne, dass mir auch ihre erotischen Präferenzen bekannt sind ?!
Lakeside - 4. Feb, 17:55
Stashabbau - was für ein merkwürdiges Wort! Würde mich mal interessieren, welche Lesevarianten da zusammenkommen ;-).
Jedenfalls bin ich heute stolz auf mich. Ich habe es nämlich geschafft, einen ganzen Monat lang auf jeglichen Woll- und Anleitungskauf zu verzichten. Das ist eine echte Leistung für mich, weil ich schon dazu neige, mich in akuten Stresssituationen mit Wolle zu belohnen. Stattdessen habe ich mich heute mit einer Spende für Ärzte ohne Grenzen belohnt.
Abgesehen von meiner Einkaufsabstinenz habe ich es sogar auch noch geschafft, meine Wollvorräte zu dezimieren. Nicht dass es wirklich auffallen würde; aber Ballast abwerfen hat doch was Befriedigendes. Und schließlich habe ich ja nicht nur verkauft sondern auch einiges verstrickt;-).
Mein neuestes Projekt ist übrigens ein
Daybreak, der bis Ende Februar fertig sein muss. Noch geht es ja ganz flott, aber die Reihen werden lääänger und lääääääänger....

Lakeside - 1. Feb, 16:22
Winter - und insbesondere Schnee - ist etwas Wunderbares, wenn man mit einem spannenden Buch und einer Tasse heißer Schokolade oder Zimtkaffee auf dem Sofa liegt; oder mit Strickzeug und wärmender Musik im Hintergrund im Sessel hockt und ab und zu den Blick durchs Fenster in die wirbelnden Flocken wirft.
Winter - und insbesondere Schnee - ist für mich jedoch der blanke Horror, wenn ich täglich mit dem Auto unterwegs sein und, wie speziell am vergangenen Freitag, über Schneepisten rutschen muss. Diese Heimfahrt werde ich so schnell nicht vergessen! Landstraße, Schneesturm, schneebedeckte sehr rutschige Fahrbahn ohne jede sichtbare Markierung, dunkel. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit war zwischen 50 und 60 (wie übrigens auch die des Gegenverkehrs, in meiner Richtung fuhr erst mal keiner). Plötzlich taucht in meinem Rückspiegel sehr schnell etwas sehr großes auf: ein Lastwagen mit Anhänger, der sich an meine Stoßstange hängt. Schon nach kurzem die erste Lichthupe; offensichtlich bin ich nicht schnell genug unterwegs. Und dann auf den nächsten zehn Kilometern, wo es wirklich keinerlei Möglichkeit zum Ausweichen gibt, immer wieder ranfahren, Lichthupe. Ich habe mich nur noch an meinem Steuer festgeklammert. Wäre ich auch nur ein bißchen ins Schleudern gekommen, hätte der mich glatt platt gemacht, denn bremsen war nicht. Kaum hatten wir das nächste Dorf erreicht, Dauerlichthupe, bis ich in eine völlig ungeräumte Seitenstraße einbiegen konnte. Dort musste ich dann erst mal anhalten und wieder zu mir kommen. Derweil bretterte der Laster (und gleich noch ein zweiter dahinter) auf der Hauptstraße vorbei. Ich hätte selten so gern jemand angezeigt wie dieses Oberar***, aber leider saß ich allein im Auto.
Für diesen Winter habe ich genug vom Schnee; es reicht, vielen herzlichen Dank!
Lakeside - 1. Feb, 14:06
Schon lange habe ich hier nichts Gestricktes mehr gezeigt. Das liegt nicht etwa daran, dass ich nichts mehr fabrizierte, sondern schlicht an Zeitmangel. Abgesehen davon habe ich in den letzten Monaten viel an Kleinteilen (Patches für travelling blankets oder Stücken an travelling scarves) produziert, die es sich nicht zu zeigen lohnte. Tatsächlich stricke ich derzeit für meine Verhältnisse ausgesprochen viel - d.h. wenigstens eine halbe Stunde täglich. Ich habe das Gefühl, ich brauche das, um halbwegs mein inneres Gleichgewicht zu behalten.
Vor Weihnachten ist endlich nach langem zähen Ringen der schlichte Felted Tweed Pullover für meinen Schatz fertig geworden. Mit Nadelstärke 3 war das eine eine echte Geduldsprobe; dafür wird er jetzt aber auch gern getragen ;-).

Zu Weihnachten wünschte sich der Herr dann dazu noch einen Meisenschal in Buxkranzl. Als Belohnung durfte ich dann einen neuen Meisenstrang als Weihnachtsgeschenk auspacken.

Die ersten fertigen Teile in diesem Jahr waren dann je ein Paar Socken für meine Kinder. Die beiden sind immer sehr dankbare Abnehmer und fragen regelmäßig, wann es denn neue Socken gibt.

Links: Gr. 39, irgendeine Opalabowolle, 60 M mit NS 2,5, 4r1l-Rippe
Rechts: Gr. 42, Lang Supersoxx, 64 M mit NS 2,5, Schaft 1r1l und Fuß glatt rechts
Und auch an meinen eigenen Teilen bin ich dran. Beim Thermal ist jetzt das Rückenteil fertig, Salina hat ein Rückenteil und ein halbes Vorderteil.

Ich weiß, das ist wenig spektakulär, aber ich freue mich über jeden Zentimeter!
Lakeside - 21. Jan, 14:12
Mal kurz was zum Schmunzeln zwischendurch:
Kommt eine Dame
"Ich brauche ein Buch mit fertigen Berichten für Ausbilder im Hochbau."
Mmh ja, da muss ich mal schauen, wo es so etwas gibt....und finde erwartungsgemäß nichts, weder bei den Großhändlern noch im Verzeichnis lieferbarer Bücher.
"Aber eine Anleitung, wie man Berichte für Ausbilder im Hochbau schreibt, die muss es doch geben."
Auf meinen Hinweis, dass sie es doch mal beim entsprechenden Berufsverband probieren soll, meint sie:
"Haben Sie da mal die Telefonnummer für mich?"
Und als ich damit leider auch nicht dienen kann, verläßt die Dame kopfschüttelnd vor sich hin schimpfend den Laden.
Lakeside - 20. Jan, 10:50
Theoretisch könnte ich jetzt den Eintrag vom vorigen Jahr ziemlich eins zu eins übernehmen. Das Weihnachtsgeschäft war anstrengend, die paar Tage Urlaub nach der Inventur am 5. Januar waren viel zu wenig, blabla.... Jedenfalls bin ich jetzt wieder im wirklichen Leben angekommen, wobei ich mich allerdings zunehmend frage, ob das wirkliche auch das richtige ist.
Die guten Vorsätze zum Neujahr habe ich diesmal weggelassen in der Einsicht, dass sie sich eigentlich sowieso nicht umsetzen lassen, wenn sich an meiner Grundsituation nichts ändert. Und die ist für mich als mäßig verdienende vollzeitberufstätige alleinerziehende Mutter, die morgens um 8 Uhr das Haus verlässt und erst um 19 Uhr wieder betritt, einfach ziemlich bescheiden. Hinzu kommt, dass ich mit der Situation an meinem Arbeitsplatz, an dem ich ja nun den größten Teil meiner wachen Lebenszeit verbringe, trotz allem Spaß mit den Kunden, schon seit längerem nicht wirklich zufrieden bin - vorsichtig ausgedrückt. Ich will das hier nicht im Detail ausführen, aber wenn ich schon in meinem Vorstellungsgespräch hinter die Kulissen des Betriebs hätte schauen können, hätte ich vermutlich eher die andere Stelle genommen, die zur Diskussion stand. Und so beginnt das Jahr für mich zwar nicht mit Vorsätzen, aber mit der immer lauter werdenden inneren Frage, ob ich mich nicht doch noch mal beruflich neuorientieren soll. Dem steht entgegen, dass es mit zunehmenden Alter nicht gerade einfacher wird, eine adäquate Beschäftigung zu finden. Vor allem aber, dass ich mich zur Zeit ziemlich energielos und ausgelaugt fühle, also definitv nicht in einer Verfassung, in der man den Arbeitsmarkt erobert.
Wenn ich könnte, wie ich wollte ... wenn ich ein halbwegs verlässliches finanzielles Polster hätte ... dann würde ich liebend gern selbst was auf die Beine stellen, mich endlich selbständig machen. Das allerdings steht überhaupt nicht zur Debatte, weshalb ich mich wohl weiter mit einer abhängigen Beschäftigung arrangieren muss. Aber deshalb alles hinnehmen, was nicht passt, mag ich auch nicht mehr.
Das war jetzt keine leichte Kost zum Jahresanfang, aber so sieht es nun mal gerade bei mir aus.
Nichtsdestotrotz wünsche ich natürlich allen, die hier lesen ein erfolgreiches, erfülltes, gesundes und überhaupt ein ganz gutes neues Jahr!
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Actually I could copy my post from last year nearly unchanged. The Christmas sale was stressful, the few days off after stock-taking at January 5th were much too short, blabla... Anyway meanwhile I'm back in real life, but I'm more and more wondering if the real actually is the right life.
I left out the new year's resolutions this time, because I'm aware, that for me, as not very well paid fulltime working single mother, who leaves home in the morning and returns in the evening, they are definitely not to fulfill unless my whole situation eases. In addition I'm not really happy with my work, which is the place where I spend most of my awake lifetime. I can't explain this in detail, but if I had had the chance to look behind the scenes during my job interview last year, I definitely would have taken the other job that was under discussion at that time. Therefore the new year hast started not with resolutions but with the always growing inner question, if I shouldn't try to reorientate myself towards a new job. However in my age it's not getting easier to achieve a new position, but above all at the moment I feel week and exhausted, which is not the best condition to throw oneself on the job market.
If I had the chance, if I only had a nest egg, I'd love to start my own business, but this is not a realistic option at all. So I still have to cope with an employment, but I don't like to accept things any longer, that I don't find okay.
That's my feeling at the beginning of the year!
Anyway of course I'd like to wish all my readers a prosperous and happy 2010 with loads of yarny surprises and lots of knitting time!
Lakeside - 12. Jan, 07:34